Unter Geiern
Liebe Interessierte, aus juristischen Gründen gibt es das im Oktober 2009 plagiierte Hamburg Marketing Heft “Unter Geiern” leider hier nicht zum Download. Sicher werdet Ihr woanders fündig. Hintergrund ist, dass die Peter Tamm Stiftung die Persönlichkeitsrechte des Unternehmens geltend gemacht hat, weil im Blatt eine gefakte Anzeige “Wir lieben Waffen” zu sehen war und die Stiftung uns vorwarf, mit der Verlinkung des pdf für die Veröffentlichung verantwortlich und damit auch haftbar zu sein. Eine wohl hanebüchene Behauptung, aber die Spruchpraxis der Hamburger Pressekammer läst nicht vermuten, dass es wahrscheinlich ist, die ersten Instanzen eines Persönlichkeitsrechtsstreit gegen ein Unternehmen zu gewinnen. Das Geld und die Energie lässt sich anderswo besser einsetz. Das wunderbare Heft selbst aber lässt sich nicht mehr aus der Diskussion und der Welt nehmen. Gut so.
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Auf den ersten Blick sieht es aus, wie das vierteljährliche PR-Magazin von “Hamburg Marketing”. Doch der Titel des Heftes, “Unter Geiern”, zeigt deutlich, es kann sich nur um ein gut gemachtes Plagiat handeln. …
Quelle: Hamburger Morgenpost
“Unter Geiern” (siehe Bild) erschien im Oktober 2009 und ist eine kleine, feine Zeitung, die daher kommt wie Werbung für Hamburg, sich aber kritisch mit Gentrifizierung und der Marke Hamburg befasst. “Unter Geiern” hat in Hamburg und überregional einen satirischen und starken Beitrag zur Diskussion um das “Recht auf
Stadt” geleistet - nicht nur, aber auch, weil hier das Manifest “Not in our Name” erstmals abgedruckt war. Über das Manifest bzw über das Heft berichteten nahezu alle Hamburger Medien. Mehr dazu in den Tagesnotizen).
Im Editorial von ‘Unter Geiern’ heißt es:
“Liebe Leserinnen, liebe Leser, in Hamburg sagt man „Tschüs“. Und mit dieser Ausgabe sagen wir auch „Tschüs!“. Zu dem Werbegetexte, das PR-Magazine wie dieses üblicherweise prägt. Wir: Das sind ein paar Hamburger Journalistinnen und Journalisten, Grafiker und Grafikerinnen, die es nicht mehr ertragen, das Marketingsprech vom „Wohnen am Wasser“ und der „pulsierenden Metropole“, während um uns herum die Mieten steigen, sündhaft teure Eigentumswohnungen und Büroglaspaläste aus dem Boden schießen und Grünflächen verkauft und zugebaut werden. Wir möchten sie nicht mehr ausklammern, die soziale Frage. Ja, es ist eine Menge los in Hamburg – aber ganz anders als es sich unsere Metropolen- Vermarkter wünschen. Unter dem Motto „Recht auf Stadt“ entstehen derzeit überall in Hamburg Initiativen gegen Gentrifizierung, gegen städtische Großprojekte und für Freiräume – einige davon stellen wir in diesem Magazin vor. Es wird Zeit, dass Politiker aufhören, Leitlinien zu befolgen, die sich Unternehmensberater ausgedacht haben. Denn das führt zu einer Stadt, auf die nur noch Besserverdienende ein Recht haben. Wir dagegen meinen: Die Stadt gehört allen.”