Medienschau Recht auf Stadt
Presseinformation “Selbstbewusste Parade” | Netzwerk ‘Recht auf Stadt’ | 18. Dezember | 21 h
FOTOSTRECKEN
bei flickr Fotos von Arne Bratenstein
bei flickr Fotos von Mark Max Henckel
auf der Frappantseite Fotos von Olaf Scheller
Weiter unten auf dieser Seite finden sich Links zu Berichten in verschiedenen Medien (taz, Abendblatt, Mopo, Welt, NDR, Neues Deutschland u.a.). Daneben gibt es auch eine Menge Blogeinträge zur Parade:
schätzchen.blogsport.de bringt eine längere Rückschau auf die Parade
Raum produzieren # Lefèbvre stricken III und davor eine kleine LiveschalteEine Einschätzung zur Demo in FiaskoJoke’s Blog
Selbstverständlich wird auch auf Indymedia über die Veranstaltung diskutiert.
Die Parade aus Sicht der NION-Leute. Das sind die InitiatorInnen des Manifests ‘Not in our Name ‘.
Nils Lauk in seinem Blog ‘Magerfettstufe‘
Ein Video von “Sommer in Hamburg” auf youtube - die Minusgrade bei der Parade haben denn Domainnamen auch nicht geändert … Und hier ein weiteres Video auf Youtube von ‘Nussrahm’ und noch ein weiteres kurzes Video
ebenfalls auf Youtube
DIE TAZ
19.12. Der Sensen-Beust geht um
” ‘Not in our name - nicht in unserem Namen’: Für ein Recht auf Stadt haben am Freitagabend rund 2500 Menschen in Hamburg für eine bessere Stadtentwicklung demonstriert. Der Zug mit einem Dutzend Paradewagen war bunt geschmückt, viele Menschen hatten sich mit Henkerkappen, Sensen und dem Konterfei von Bürgermeister Ole von Beust verkleidet, andere hatten sich rosa Sonnenbrillen aufgesetzt. (…)”
17.12. Debatte Gentrifizierung: Recht auf Stadt Debattenbeitrag von Niels Boeing in der überregionalen taz (Meinungsseite)
“Hamburg brodelt: Während die Stadt wie ein neobarockes Fürstentum hunderte Millionen Euro in monumentale Bauvorhaben steckt und Investoren hofiert, sind immer mehr Menschen von steigenden Mieten, sozialer Spaltung und Verdrängung bedroht. Lange hat sich Hamburg, das ein amerikanischer Reiseführer als “rich and radical” beschreibt, als Boomtown im Globalisierungsspiel gefeiert. Aber “rich” war gestern: Immer mehr Menschen können sich das Wohnen und Leben in Hamburgs Innenstadt nicht mehr leisten. Heute ruft ein Bündnis aus 120 Hamburger Gruppen und Organisationen zur Parade für das “Recht auf Stadt” auf. Initiativen gegen Gentrifizierung, Umweltaktivisten, Autonome, Hafenarbeiter, Wohnprojekte und Kulturschaffende - das Bündnis geht quer durch die Vielfalt der Stadt. Wer diese soziale Unruhe, die in den vergangenen Monaten an der Elbe heraufgezogen ist, für das übliche Geplänkel im urbanen Kräftemessen hält, täuscht sich. (…)”
17.12. Unheimliches Bündnis
“Das Verwaltungsgericht hat seine Auflagen für die Demonstrationsparade “Recht auf Stadt” mit einer Gefahrenanalyse des Staatsschutzes begründet - allerdings nur mit deren Ergebnis. Der Inhalt müsse aus nahe liegenden Gründen geheim bleiben. “Die Begründung macht mich als Rechtsanwalt sprachlos”, kommentierte Demoanmelder Marc Meyer am Donnerstag. (…)”
17.12. Dialog statt Repression Kommentar von Kai von Appen
“Es ist wirklich etwas Neues und hat eine neue Qualität - das Hamburger Bündnis gegen Gentrifizierung, das sich dem Leitbild der unternehmerischen und wachsenden Stadt entgegen stellt. Da haben sich binnen weniger Monate Menschen und Initiativen vernetzt, die mit dieser Politik nicht einverstanden sind, die Missstände in der Stadtentwicklung erkennen und bekämpfen wollen. Und das ist gut so. Die Staatsmacht könnte dies als Chance sehen, mit den Bewohnern der Stadt in einen Dialog zu treten. Als Chance, Fehlentwicklungen - wie jüngst im Gängeviertel - zu korrigieren und lebenswerte Alternativen zu Prestige-Glaspalästen zu entwickeln. Stattdessen fährt sie wieder die angstgesteuerte Repressionsschiene, indem sie in kreative Formulierungen oder Karnevalselemente Gewaltszenarien hinein interpretiert.(…)”
HAMBURGER ABENDBLATT
19.12. Protest bei klirrender Kälte
“Minusgrade, dazu ein fieser Wind, irgendwann auch Schnee - das haut durchaus den stärksten Stadtkämpfer um. Schon bevor sich die große “Recht auf Stadt”-Parade am Freitagabend an der Moorweide in Gang setzte, waren viele der mehr als 3000 Demonstranten bereits so durchgefroren, dass sie im McDonald’s am Dammtor-Bahnhof Zuflucht suchten. Dort saßen sie dann, die Kapitalismus-Kritiker mit “NoBNQ”-Fahnen, und warteten darauf, dass die Parade anfing. Mit heißem Herzen machten sie dann, als es endlich losging, lautstark deutlich, was sie an der Stadtentwicklungspolitik Hamburgs alles stört. (…)”
18.12. Bürgerinitiativen: Recht auf Stadt aus dem Zentrum verbannt
“Kalt ist es im Frappant-Gebäude, die Aktivisten bibbern und wärmen sich mit Kaffee. Heute wird es sicher nicht angenehmer sein im Hinblick auf die arktischen Temperaturen, wenn sich die “Recht auf Stadt”-Parade durch die Stadt schiebt. Eine Mischung auf Polit-Demo und Rosenmontagsumzug schwebt den Veranstaltern vor, das wurde in der Pressekonferenz vor der Demo deutlich. Es reicht ihnen jetzt nicht mehr, Investoren aus dem Gängeviertel zu vertreiben oder die Parolen der Bürgerbewegung auf Beton zu sprühen. “Wir wollen die Öffentlichkeit direkt ansprechen”, sagt Niels Boeing. Und deswegen wird heute ab 17 Uhr ein großer Umzug durch Hamburg paradieren. Mit Wagen, auf denen die in “Recht auf Stadt” zusammengeschlossenen Initiativen ihre Pläne, Konzepte und ihre Kritikpunkte an der Stadtentwicklungspolitik Hamburgs vortragen. Kreativ und künstlerisch, versprechen die hoffnungsvollen Macher - die freilich gestern einen Tiefschlag verdauen mussten. Denn die ursprünglich angemeldete Route wurde dem Netzwerk polizeilich untersagt. (…)”
HAMBURGER MORGENPOST
19.12. 3000 demonstrieren in der Innenstadt
“Rund 3000 zum Teil bunt verkleidete Demonstranten haben am Freitagabend in der City gegen soziale Kälte und die Stadtentwicklungspolitik demonstriert (…).” Mit Fotostrecke.
17.12. Großdemo für eine soziale Stadt
“Künstler, Gewerkschaften, soziale Initiativen - sie alle haben sich zusammengeschlossen und wollen ein Zeichen setzen. Gegen 13 Uhr wird ein Aufzug unter dem Motto “Bewegung für St. Pauli - gegen die wachsende Stadt der Ausgrenzung” mit ca. 100 bis 200 Protestlern an der Bernhard-Nocht-Straße (St. Pauli) starten. Am Mittelweg (Rotherbaum) wollen sich diese Demonstranten mit denen des Aufzugs “Gegen ein Unternehmen Hamburg - für eine grundsätzlich andere, soziale und gerechte Stadt” vereinigen. Der Demozug soll dann über die Mönckebergstraße bis zum Ida-Ehre-Platz gehen. Weil die Route direkt durch die City allerdings von der Polizei verboten wurde, sollte gestern das Verwaltungsgericht entscheiden. (…)”
NDR HAMBURG JOURNAL
19.12. Demo Recht auf Stadt
”Die Polizei brachte mehrere Hundertschaften in Stellung, weil Aktivisten des Netzwerks “Recht auf Stadt” in einem Protestmarsch gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Privatisierung demonstrierten” TV-Bericht von Lu Yen Roloff
FEUERLÖSCHER TV
Auch Skrollan war wieder fleißig und hat einen achtminütigen Film zur Parade auf youtube eingestellt. Der gelbe Centro-Bus ist leider nicht zu sehen, aber dafür viele andere schöne Paradenbeiträge.
RTN News
18.12. News und Bilder aus dem Norden
Hamburg (ots) Rund 1000 Demonstranten haben sich heute in Hamburg versammelt. Sie wollten ihr «Recht auf Stadt» mit einem Marsch am Rande der Innenstadt von der Moorweide bis zur Steinstraße deutlich machen. Den Teilnehmern geht es um die Stadtentwicklungspolitik, die ihrer Meinung nach auch für Künstler und nicht kommerzielle Interessen Platz lassen muss. Zuletzt hatte es Streit um eine Aufwertung des Gängeviertel-Rests gegeben. In den baufälligen Gebäuden betreiben mehrere Künstler Ateliers und Werkstätten. Die Versammlung verlief nach Angaben der Polizei am Nachmittag friedlich.
DIE WELT
19.12. Demonstranten überraschen Polizei mit neuer Route
“Fast 3000 Demonstranten, doppelt so viele wie angemeldet, sind am Freitagabend durch Hamburg gezogen. Der Aufzug war ein Bündnis verschiedener Gruppen, darunter auch gewaltbereite Autonome. Die Demonstration unter dem Tenor “Recht auf Stadt” verlief bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe friedlich. Die Polizei wurde aber von einer plötzlichen Änderung der Marschroute überrascht. (…)”
DER FREITAG
“Unser Recht auf die Stadt: Die Kälte ist ihnen egal: Mehr als 3.000 Menschen in Hamburg gingen gestern Abend auf die Straße. Ihr Ziel: Mehr Mitspracherecht bei der Stadtentwicklung (…)”
NEUES DEUTSCHLAND
21.12.2009 Hamburger fordern eine Stadt für alle
“Beinahe wurde doch noch ein Weihnachtsmarkt erreicht. Nicht der große in der Innenstadt, sondern ein kleiner in Altona-Ottensen. Ein Dutzend Polizisten wachte recht entspannt darüber, dass nach der Demonstration ja kein Gentrifizierungs-Kritiker das geschäftige Treiben an den 500 Meter von der Schlusskundgebung entfernten Geschenk- und Glühweinständen störte. Etwa 3000 Menschen demonstrierten am Freitag in Hamburg für das »Recht auf Stadt«. Eigentlich wollte das breite Bündnis seine Forderungen nach einer Stadt für alle, in der die Nutzung öffentlichen Raums nicht kommerziellen Interessen untergeordnet wird, auf dem großen Weihnachtsmarkt in der Mönckebergstraße illustrieren. Dies war den Demonstranten allerdings vom Oberverwaltungsgericht untersagt worden.”