Recht auf Stadt!

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hier geht’s zur Rückschau ‘RECHT AUF STADT. DIE PARADE’

Hallo, lieber LeserInnen, diese Seite ist nur eine Skizze des Recht auf Stadt Netzwerkes. Die richtige Seite von ‘Recht auf Stadt‘ wird demnächst online gehen. Solange bemühen wir uns, hier zumindest die wichtigsten Termine kundzutun und die Medienberichte zusammenzutragen (siehe Rückschau Parade).

Recht auf Stadt 2010

 

Zitat der Woche:

„Never doubt that a small group of committed people can change the  world. Indeed, it’s the only thing that ever has.“ (Margaret Mead) ***

In diesem Sinne uns allen ein wunderbares, inspirierendes, aufregendes Jahr 2010!!

 


zuletzt aktualisiert am  [siehe Klammer ]

[31.12., 20 Uhr ] Wer den wunderbaren Jingle  auf der Parade am 18.12. verpasst hat, kann ihn hier Jingle zur Parade nicht nur hören, sondern ihn als Video mit Paradenbildern genießen (danke, Janos!). Mit freundlicher Genehmigung von Gustav, deren Song ‘Neulich im Kanal’ wir dafür nutzen dürfen. Merci! Und, hej, Nicole: bloody well done! + + +

[18.12., 20 Uhr ] Rund 4000 Menschen ziehen - trotz Eiseskälte und Schneetreiben - mit einer Aufsehen erregenden Parade Richtung Innenstadt. Am Gänsemarkt verweigert der Protestzug für ein Recht auf Stadt die von Polizei und Gericht zugewiesene Strecke und schlängelt sich statt dessen durch St. Pauli zum Frappant in Altona.

[17.12., 20 Uhr ] Am Donnerstag abend hat das Oberverwaltungsgericht der Polizei recht gegeben, d.h. der Parade ist es untersagt, durch die Innenstadt zu ziehen.

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‘Recht auf Stadt’ ist ein noch junges politisches Netzwerk Hamburger Initiativen, die sich gegen Mieterhöhungen, Privatisierung und Verdrängung, für den Erhalt von Grünflächen, gegen Gentrifizierung einsetzen. Das Netzwerk wird demnächst mit einer eigenen Seite online gehen. Einen ersten, aber noch nicht fertigen Auftritt gibt es hier: www.rechtaufstadt.net

Die Vernetzungstreffen

finden unregelmäßig statt; der nächste Termin ist am 12. Januar 2010. ACHTUNG: Die Runde ist den Aktiven aus den Stadtteilen vorbehalten und ist nicht offen für JournalistInnen und PolitikerInnen bzw ParteienvertreterInnen. Mehr Information, Anmeldung, Nachfragen, Interviewwünsche über info |AT| rechtaufstadt.net

Die Parade

startet am Freitag, 18.12., 17 Uhr ab Moorweide und zieht dann durch die Innenstadt. Wagen müssen angemeldet werden! FußgängerInnen willkommen. Kontakt: info |AT| rechtaufstadt.net Das nächste Treffen zur Vorbereitung der Parade ist am 15. Dezember um 19.30 Uhr im Centro Sociale. ACHTUNG: Die Runde nicht im engeren Sinne “öffentlich”, sondern ist den Delegierten der bisher im Recht auf Stadt Netzwerk engagierten Initiativen vorbehalten. Mehr Information, Anmeldung, Nachfragen bitte über info |AT| rechtaufstadt.net

Medienschau:  

Die Recht auf Stadt-Parade ist nun auch im Abendblatt angekündigt (11.12.) und die sonntaz bringt einen längeren Text von Maximilian Probst über das Recht auf Stadt-Bündnis (”Grüner Daumen, schwarzer Block” taz 12.09.) + + + 

Arbeitsgruppe “Mieten und Wohnen”

Die AG der Vernetzung “Recht auf Stadt” präsentierte am 23. November 2009 den Alternativen Mietenspiegel.

Tagesnotizen

Auf der Startseite des Centro Sociale gibt es täglich aktualisierte Infos zu verschiedenen Projekten inkl Medienschau und ausgewählte Veranstaltungstipps.  

Das Recht auf Stadt-Netzwerk stellt sich vor:

„Nehmen wir uns das Recht auf Stadt! Es liegt auf der Straße, es hängt in Bäumen und versteckt sich unter Pflastersteinen“, so wurde im Juni 2009 zu den Recht-auf-Stadt-Tagen ins Centro Sociale geladen. Seitdem ist in Hamburg viel passiert, das „Recht auf Stadt“ wurde sich massenhaft genommen. Wir blicken auf einen umtriebigen „gentrifizierungskritischen“ Sommer zurück: „Kommt in die Gänge!“, „Hey, Ikea, du wohnst hier nicht“, „Centro bleibt!“ oder schlicht „No BNQ“ — derzeit kämpfen die unterschiedlichsten Menschen an den unterschiedlichsten Stellen gegen städtische Umstrukturierung und wehren sich gegen Großprojekte, wie die Tanzenden Türme oder die Elbphilharmonie. Auch in St. Georg, Wilhelmsburg und vielen anderen Stadtteilen können sich immer mehr Leute die steigenden Mieten nicht mehr leisten und engagieren sich für bezahlbaren Wohnraum und eine soziale Stadt. Nicht nur in Hamburg, sondern weltweit organisieren und vernetzen sich soziale Bewegungen unter dem Motto „Recht auf Stadt“*. Dieses Recht wird nicht erteilt, es gehört allen – unabhängig von sozialer oder nationaler Zugehörigkeit. Wenn wir uns das Recht auf Stadt nehmen, verändert sich nicht nur die Stadt: Es verändern sich unsere Bezugspunkte, Beziehungen und Begegnungen. Die Stadt gehört allen! Deshalb sollten auch alle die Möglichkeit haben, mitzubestimmen, wie Stadt gestaltet wird. So verschieden, wie die Interessen an Stadt sind, so verschieden sind die in den stadtpolitischen Initiativen aktiven Menschen. Und – trotz und wegen aller Unterschiedlichkeit der Kämpfe und Proteste – wollen wir uns miteinander vernetzen. Seid herzlich eingeladen, Teil des Recht-auf-Stadt-Netzwerks zu werden, und bringt eure Nachbarinnen und Nachbarn mit. Wir sagen: Dies ist der Anfang einer neuen städtischen Bewegung. Dies ist der Anfang vom Ende der wachsenden Stadt. Seien wir weiter realistisch und fordern das Unmögliche. Wir – bleiben unkakulier- und unplanbar! Kontakt: info |AT |rechtaufstadt.net

Das Konzept „Recht auf Stadt” geht auf den französischen Stadtsoziologen Henri Lefebvre zurück, der den Begriff in seinem Buch “La production de  l’espace” (1974) entwickelte.

Diese Initiativen sind mit von der Partie:

No BNQ! - AnwohnerInnen gegen das Bernhard-Nocht-Quartier St. Pauli Süd | Centro Sociale - autonomes Nachbarschaftsprojekt zwischen Schanzen- und Karoviertel |  “Komm in die Gänge!” - KünstlerInneninitiative im Gängeviertel | AKU - Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg | Gartenkunstnetz e.V. - besetzter kreativer Platz in der Eifflerstraße | Rote Flora - autonomes Stadtteilzentrum im Schanzenviertel | Vorwerkstift - KünstlerInnen-Haus im Karoviertel | Grünzug Altona - Initiative gegen die ‘Nachverdichtung’ des Grünzugs zwischen St. Pauli und Altona Nord | Moorburgtrasse stoppen - Initiative gegen die Fernwärmetrasse von Vattenfall | Apfelbaum braucht Wurzelraum - KleingärtnerInnen und AnwohnerInnen für den Erhalt der Kleingärten um die Autobahn A7 | Frappant - “Wir sind schon da - KünstlerInnen im Klotz in der Großen Bergstraße Altona | Bürgerinitiative “Kein IKEA in Altona” | Initiative Pferdemarkt bleibt! - AnwohnerInnen gegen die Bebauung des Grüns am Pferdemarkt | Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification | “Wasserturm-Ini” - Freies Netzwerk zum Erhalt des Schanzenparks | We make the City - “Teuer Trendy Langweilig”, Broschüre mit vielen Infos zu Initiaven und Ideen, wie und wo man sich engagieren kann | Elbtreppenhäuser - Zusammenschluss der BewohnerInnen gegen den geplanten Abriss der SAGA-Häuser | Villenbrechen | Altes Zollhäuschen hinterm Elbtunnel | Einwohnerverein St. Georg - Ohne Mix is’ nix - Der Lachende Drache |

Noch mal zum Nachlesen hier der kurze Input von Nicole Vrenegor beim ersten Vernetzungstreffen zu “Recht auf Stadt” am 15. September 2009:

“Wer bei einem bekannten Internetbuchhändler nach einem Stadtplan für New Orleans sucht, dem wird als erstes der meistverkaufte Plan von New Orleans angeboten. Dieser ist – weitere Klimakatastrophen schon mal vorwegnehmend – auf wasserabweisendem Papier gedruckt; Die Buslinien sind nicht eingezeichnet und die großen afroamerikanischen Arbeiterviertel im Osten der Stadt sind darauf gar nicht erst zu finden. Sie existieren auf dieser Karte nicht. Dieses Beispiel zeigt, dass das, was als Stadt gesehen und definiert wird, selbst Produkt gesellschaftlicher Machtverhältnisse ist. Wie wird die Stadt präsentiert und wer wird als Bewohner_innen eingeschlossen und wer eben nicht? Wir brauchen gar nicht erst in die USA schauen, um zu sehen, dass nicht alle den gleichen Zugang zu Stadt haben. Ein Blick ins Schanzenviertel genügt. (Weiter gehts hier mit dem ganzen Text als pdf ) 

Das Plagiat “Unter Geiern”

“Auf den ersten Blick sieht es aus, wie das vierteljährliche PR-Magazin von “Hamburg Marketing”. Doch der Titel des Heftes, “Unter Geiern”, zeigt deutlich, es kann sich nur um ein gut gemachtes Plagiat handeln. …”
Quelle: Hamburger Morgenpost

“Unter Geiern” (siehe Bild) ist keine Produktion des Recht auf Stadt Netzwerkes, sondern wurde von einer Gruppe von JournalistInnen gemacht, die im Verborgenen bleiben. Die kleine, feine Zeitung erschien im Oktober 2009, kommt daher wie Werbung für Hamburg, befasst sich aber kritisch mit Gentrifizierung und der Marke Hamburg. Das professionell getextete und layoutete Magazin “Unter Geiern” hat in Hamburg und überregional einen satirischen, starken und vielbeachteten Beitrag zur Diskussion um das “Recht auf GeierStadt” geleistet - nicht nur, aber auch, weil hier das Manifest “Not in our Name” erstmals abgedruckt war. Über das Manifest bzw über das Heft berichteten nahezu alle Hamburger Medien. Mehr dazu in den Tagesnotizen).

Im Editorial von ‘Unter Geiern’ heißt es:

Liebe Leserinnen, liebe Leser, in Hamburg sagt man „Tschüs“. Und mit dieser Ausgabe sagen wir auch „Tschüs!“. Zu dem Werbegetexte, das PR-Magazine wie dieses üblicherweise prägt. Wir: Das sind ein paar Hamburger Journalistinnen und Journalisten, Grafiker und Grafikerinnen, die es nicht mehr ertragen, das Marketingsprech vom „Wohnen am Wasser“ und der „pulsierenden Metropole“, während um uns herum die Mieten steigen, sündhaft teure Eigentumswohnungen und Büroglaspaläste aus dem Boden schießen und Grünflächen verkauft und zugebaut werden. Wir möchten sie nicht mehr ausklammern, die soziale Frage. Ja, es ist eine Menge los in Hamburg – aber ganz anders als es sich unsere Metropolen- Vermarkter wünschen. Unter dem Motto „Recht auf Stadt“ entstehen derzeit überall in Hamburg Initiativen gegen Gentrifizierung, gegen städtische Großprojekte und für Freiräume – einige davon stellen wir in diesem Magazin vor. Es wird Zeit, dass Politiker aufhören, Leitlinien zu befolgen, die sich Unternehmensberater ausgedacht haben. Denn das führt zu einer Stadt, auf die nur noch Besserverdienende ein Recht haben. Wir dagegen meinen: Die Stadt gehört allen.”

Fundstücke

BILD 071009 bild-071009-faksimile-text.jpg BILD 7. Oktober 2009

 Termine und Treffen

Der Einladung der “Recht Auf Stadt”-Gruppe zum Vernetzungstreffen am 15.9.09 folgten rund 120 Menschen, unter anderem aus 16 Initiativen. Das darauf folgende Vernetzungstreffen fand am Dienstag, 6. Oktober um 19.30 Uhr - wieder im Centro Sociale - statt. Weitere Termine, im November im Centro und am 8. Dezember im Frappant.

Veranstaltung/ Aktionstage “Recht auf Stadt”Recht auf Stadt! Veranstaltung 19./20./21. Juni ‘09

am 19., 20. und 21. Juni 2009 im Centro Sociale

Demonstration “Die Stadt gehört allen”

gegen Mieterhöhung, Privatisierung und Vertreibung am Samstag 13. Juni 2009 

RundtourDie Stadt gehört allen / Demo am 13. Juni