Schanzenfest

Kissenschlacht vor der Flora

SAMMLUNG / MEDIENSCHAU zum SCHANZENFEST 12. SEPTEMBER 2009 ||

17.9. Zur Bürgerschaftsdebatte über das Schanzenfest: “Schwarz Grün will auf Schanze zugehen” (WELT)| “Schanzenfestsprecher rechtfertigt Überfall” (Abendblatt) | “Lob, Kritik und Gesäusel” (taz hamburg) + + + 16.9. Heiko Heftich hat einen Blog zum Schanzenfest eingerichtet - mit Fotos und Videos. + + +  “Solidarität mit Angreifern” - Organisatoren sehen Ausschreitungen gegen Polizeiwache als unausweichliche Folge staatlichen Handelns: Repression erzeuge immer Widerstand. (taz) + + + 15.9. Das waren Krawalltouristen” (Hamburger Abendblatt) | “Nur wenige Gewalttäter  waren Linksautonome” (WELT) + + + 14.9. “Prügel nach der Kissenschlacht” (taz) und dazu der Kommentar von Kai von Appen “Willkommene Randale” + + + Versuch einer kritischen Reflexion auf indymedia (mit weiteren Diskussionsbeiträgen) + + + 13.9.: Neue Krawallkultur. Protest als Party” von Christoph Twickel bei SPIEGEL ONLINE | Bericht auf tagesschau online mit Kommentar von Joachim Weretka zum anhören| Das Abendblatt bringt nachmittags ein Resumee der Innenbehörde plus Polizeivideo, der Text vormittags hat den Titel “Erst friedlich, doch nach Mitternacht eskalierte die Gewalt” (mit Fotostrecke zur Kissenschlacht, das oben gezeigte gehört nicht zum Abendblatt!! ) | Die BILD kann wieder mal ihre Schlagzeile recyceln “Schwere Krawalle beim Hamburger Schanzenfest” | Die Mopo bringt Berichte inklusive Videos und Fotos vom NPD Aufmarsch und der Gegendemo und schribt über den “Frohsinn am Schulterblatt” | 12.9. Über NPD Demo (gegen das Schanzenfest) berichten die WELT, das Hamburger Abendblatt | die Mopo | die BILD | und natürlich die taz | 11.9. Die Mopo prognostiziert ein heißes Wochenende. | Die BILD malt den Straßenkrieg an die Wand und klagt dass “Randalierer unsere Stadt lahmlegen” wollen | 10.9. Die Nervosität vor dem Schanzenfest wachse, schreibt die WELT am 10.9. | Bürgermeister von Beust bittet Innensenator Ahlhaus um Deeskalation, weiß die taz.| Mehr als 50 Gewerbetreibende fordern in einem gemeinsamen Aufruf” den Bezirk Altona, die Innenbehörde und die Polizei auf, uns unser Stadtteilfest ohne Einmischung feiern zu lassen. Deshalb geben wir ihnen am 12. September 2009 eine weitere Chance, zu einer Politik mit Augenmaß zurückzukehren.” | Mopo berichtet über Zwist zwischen Innen- und Justizbehörde wegen der “Festnahmestraße” (Justiz weigert sich, unabhängiges Arbeiten für schnellere Zusammenarbeit von Polizei, Stattfanwaltschaft und Haftrichtern aufzugeben. Die kennen eben das Grundgesetz).| Darüber berichtet auch die taz (”Festnahmestraße gesperrt”)

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Wer bei polizeilichen Übergriffen verletzt wird oder Verletzungen / Festnahmen etc beobachtet, möge sich bitte beim Ermittlungsausschuss melden und Gedächtnisprotokolle zu den Ereignissen schreiben. Tipps zum Schreiben von Gedächtnis-Protokollen gibt es hier. 

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RÜCKSCHAU SCHANZENFEST JULI 2009

UPDATE 25. Juli:  ein Video von Jan D. Gerlach auf youtube, sehr gute Qualität, danke!

UPDATE 17. JULI
PRESSESCHAU SCHANZE: Grüne Innenpolitikerin Möller fordert Duldung des Schanzenfestes (Mopo 17.7.) | GAL Altona will Duldung verweigern (Mopo 17.7.) | Die Innenbehörde wartet ab (mopo 17.7.) | Gewerbetreibende solidarisch mit Schanzenfest (Mopo 16.7.)  | Die Mopo kommentiert dies als Alarmsignal für den Innensenator (Mopo 16.7.) | Einsatzleiter Born zieht noch mehr Zorn der St. Pauli Fans auf sich (Mopo 16.7.) |”Zehn Verfahren gegen Polizeibeamte” (Welt 17.7.) | SPD Innenpolitiker Dressel fordert Schnellverfahren bei Demonstrationen (Abendblatt 16.7.)   “Polizei hat provoziert” (Welt 16.7.) | Auf indymdiea zu finden ist der Text ‘AnwohnerInnenproteste gegen Polizei‘. 

UPDATE 15. JULI
Der Innenausschuss der Bürgerschaft debattierte am Dienstag nachmittag 90 Minuten lang über das Einsatzkonzept der Polizei beim Schanzenfest. Die Mopo (15.7.) hat die Ausschusssitzung so gesehen: “Einsatzkonzept war richtig”. Und die taz schreibt “Partyvolk am Pranger” Anmerkung der Tagesnotizen: Einsatzleiter Born gestand ein, Molotow-Cocktails seien, anders als am Tag nach dem Fest behauptet, nicht geflogen, “es waren Baustellenlampen”. Außerdem war trotz 1A-Vorlage von CDU-Mann Vormizeele auf einmal keine Rede mehr “Stolperdrähten in der Juliusstraße” und “Spiegelscherben als Frisbeescheiben” - Polizeigewerkschaftschef Lenders hatte noch in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich den harten Einsatz der Polizei als Verteidigung vor dieser Art Angriffen dargestellt . 

UPDATE 13. JULI
St. Pauli Fans demonstrieren gegen Polizeigewalt (Spiegel Online mit Videos) | Sehr gute Fotos dazu gibt es auf der Seite platinumpictures.de || Kritik an heftigemn Polizeieinsatz (Panorama/ARD) + + + Deutscher Beamtenbund fordert Verbot des Schanzenfests. + + +

UPDATE 11. JULI
In der Schalthoff Live Sendung fehlt ein entscheidendes Wort; nun wirkt es so, als ob Rechtsanwalt Marc Meyer Gewalt gegen Polizisten rechtfertigt. Nachzulesen - mit Video - in der Mopo online 10.7.09 und in der taz (’Manipulierte Talkshow‘) 11.7.09 | Debatte in der Bürgerschaft “Schwarz-grüner Ehekrach” Mopo 10.7.| Innensenator Ahlhaus fordert härtere Strafen bei Angriffen gegen Polizisten. Das Einsatzkonzept der Polizei beim Schanzenfest sei richtig und besonnen gewesen, zitiert der WELT Ticker den CDU-Politiker. | St Pauli Aufsichtsrat Tay Eich im Interview zum Überfall des Jolly Roger “Eutiner Polizisten dürfen nicht mehr in den Stadtteil’ | Demo gegen Polizeieinsatz im Jolly Roger (Abendblatt 9.7.) | Das Abendblatt: “Hamburg droht schon wieder Krawallnacht” | Das nächste Schanzenfest findet am Samstag, 12. September 2009 statT.

UPDATE 10. JULI
+ + +  Demonstration wegen des Polizeieinsatzes im Jolly Roger (hinter dem Link verbirgt sich ein Video, das ab der 3. Minute den Übergriff dokumentiert). Die Demo startet heute abend nach dem St. Pauli Spiel (gegen 21 Uhr)  auf dem Platz vor der Südkurve. Der St. Pauli Aufsichtsrat geht übrigens mit. 

UPDATE 9. JULI:
+ + + In der aktuellen Stunde debattiert die Hamburgische Bürgerschaft heute über die Ereignisse beim Schanzenfest - als Livestream zu sehen ab 15 Uhr hier 

UPDATE 8. Juli
+ + + Die Rote Flora lädt heute um 20 Uhr zur Vollversammlung ein, Thema Konzept Schanzenfest.
+ + + “Dann gehen wir nächstes Jahr eben nicht mehr rein” - der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Joachim Lenders, hat am Dienstag abend in der Sendung Schalthoff live einen ganz eigenen Vorschlag gemacht. Ernst hat er ihn allerdings wohl nicht gemeint. (Wie gehts weiter mti dem Schanzenviertel?”, unter anderem mit Senator Ahlhaus, Anwalt Marc Meyer, Christiane Schneider von DIE LINKE wird am Sonntag um 22.30 h bei HH1 wiederholt) 
+ + + FC St Pauli fordert Aufklärung zum Polizeieinsatz gegen das Jolly Roger (Spiegel Online 7.7.) am Rande des Schanzenfestes. |
+ + + Polizeipastor Peter Walther über Gewalt gegen Polizisten (taz 8.7.)
+ + + Beim Jugendturnier ‘Schanzenrabatz’ des SC Sternschanze mussten Polizisten ‘anhalten’ - aufs Klo im Vereinshaus gehen durften sie am Rande des Schanzenfestes jedenfalls nicht. Die Turnierleitung demonstrierte eine klare Haltung: “Wer MacDonalds bewacht, kann auch dort aufs Klo gehen.

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Wer lebt, stört _ Transparent vor dem Schanzenbuchladen am 4. Juli 2009

| Wie berichteten Medien über das Schanzenfest 2009, in welchen Blogs gab es interessante Beiträge, was zeigen die Videos beginnend mit der Berichterstattung ab Sonntag (5.7.) - CHRONOLOGISCH UND ‘natürlich’ UNVOLLSTÄNDIG - 

Nach den Äußerungen im Vorfeld des Schanzenfestes - unter anderem von Innensenator Ahlhaus und Polizeigewerkschaftschef Lenders - war klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, wann und mit welchem Anlass die Einsatzkräfte der Polizei ins Schanzenviertel-Straßenfest rockern würden. Ab ca 19 Uhr am Samstag abend zogen Hundertschaften an den Hauptzugängen zum Viertel auf; kleinere Trupps positionierten sich unter anderem vor der HASPA und im Park hinter der Flora. Um 22 Uhr, noch während des Bühnenabbaus vor der Roten Flora, zogen die Wasserwerfer und Hundertschaften auf dem Schulterblatt auf. Letztlich war es eine Flasche, die die Initialzündung für eine heftige Nacht ga

b. Die meisten Medienberichte vom Sonntag orientieren sich an der Pressemeldung der Polizei Hamburg (BILD: ‘Krawallnacht in Hamburg‘ | Hamburger Abendbaltt: ‘Schwere Ausschreitungen im Schanzenviertel’. | Spiegel Online: ‘Polizei nimmt Dutzende Randalierer fest’.  | WELT: ‘Hamburg in der Hand linksautonomer Gewalttäter‘ | NDR 90,3: ‘Schwere Krawalle im Schanzenviertel’). Einen anderen Ton schlagen zumindest einige Medien Sonntag abend bzw am Montag an, beispielsweise die taz  (’Straßenschlachten im Schanzenviertel‘) - sie schreibt als einzige über die Stürmung des Jolly Roger durch die Polizei. Das Hamburger Journal (NDR) thematisiert die Provokation durch frühzeitiges Aufziehen der Polizei im Viertel (die Sendung vom Sonntag 19.30h ist sicher bald in der NDR-Mediathek zu sehen). NDR-Reporter Werner Pfeiffer kommentiert am Montag morgen in den Acht-Uhr-Nachrichten auf 90,3 die Einsatztaktik der Polizei als Provokation. Die Hamburger Morgenpost fragt: “Wer stoppt das Krawall-Ritual?”. Polizei-Gewerkschaftschef Lenders jedenfalls nicht - er bleibt bei seiner Hardliner Position und sieht die Schuld bei der Politik. Die “qualifizierte Duldung” des nicht angemeldeten Festes durch den Bezirk Altona habe den Boden für die Eskalation bereitet (WELT Hamburg). Einblick in die Denke der Polizeigewerkschaft gibt die Internetseite Cop2Cop, die den Einsatz als gelungen und vorbildlich feiert. Bei der WELT gibt es ein auschlussreiches Video zum Streit eines Kameramannes mit einem vermummten Polizisten über Polizei- und Presserecht). Hamburg 1 stellt ein paar Interviews und rohgeschnittenes Material online. Einblick in die Geschehnisse geben auch die zahlreichen Videos bei youtube. Für die tagesnotizen haben wir Videos ausgewählt, die einen besonders guten Überblick über die Lage auf der Straße und die Polizeitaktik geben. Besonders empfehlenswert sind die vier jeweils fünf bis acht Minuten langen Clips von TVR-News, die in guter Bildqulität und ohne Kommentar verschiedene Sequenzen zeigen (beginnend um 22 Uhr vor der Bühne, in Teil IV ist der Einsatz vor dem Jolly Roger zu sehen) | Andere ausgewählte Videoclips: Aufnahmen von Culture Pearls mit Festszenen und ab 4′40” wird es besonders interessant beim Einsatz Rosenhofstraße/Susannenstraße  | Wasserwerfereinsatz gegen ältere gehbehinderte Frau auf der ‘Piazza’ | Schulterblatt gegen 22 h / 9 Minuten | Wasserwerfereinsatz Schulterblatt im Zeitraffer gegen 22 Uhr gefilmt etwa von gegenüber der Flora, 3′24 | Susannenstraße von oben gefilmt: Blockade der Halbnackten 7min | Die Räumung des besetzten Hauses in der Rosenhofstraße mit Wasserwerfereinsatz, 1′52” | Susannenstraße gegen 23.30h |. Schnelle Tour auf 9′58” vom Florapark durchs Viertel | Auf indymedia gibt’s noch ein paar zusätzliche Infos und Kommentare und hier ein neuerer Link mit noch mehr Infos aus den Tagen nach dem 4.7. (Jolly Roger, Flora VV etc) Einen Besuch wert ist auch der “Tour-Blog” von Markus Sorger mit Fotos und Berichten.. Und last but not least hier noch ein entspanntes Video mit Walzertanz und Knutschen im Angesicht der Behelmten mit Michael Jackson Untermalung (”Heal the world”). Nachklapp 6.7.: Hier der Überblick über die neuesten Medienberichte zum Schanzenfest: “Wer ist schuld am Gewaltexzess” (Mopo 7.7.) | Prügelorgie in Pauli Kneipe - Polizei stürmt das Jolly Roger  (Mopo 7.7.) | “Fehlersuche nach dem Fest“  (taz 7.7.09) | ‘Grüne kritisieren Polizeieinsatz‘ (WELT 7.7.) | Polizist Björn Buck: ‘Ich hatte Angst um mein Leben’ (Abendblatt 7.7.09) | ‘St Pauli Anhänger verletzt und entsetzt’ (Spiegel Online 6.7.09) | + + +