Wettbewerb um die Sternstr. 2

Warum Wettbewerb und wie gehts weiter? 

Centro stark machen: In die Genossenschaft eintreten!

PRESSEBERICHTE: Marco Carini schreibt über die anstehenden Vertragsverhandlungen des Centro Sociale (taz 8.11.2009)

UPDATE 6. NOVEMBER: ERFOLG: Centro Sociale gewinnt Wettbewerb um die Sternstraße 2. Im November beginnen die Vertragsverhandlungen. Dies sind vom Centro im Oktober nachgereichten Informationen über Unterstützung und Kooperationen im Viertel zum Nachlesen für Interessierte. Herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen und solidarischen Menschen aus dem Viertel und rundrum!!!! Und Danke auch für die Flut an Glückwünschen…

TollAus der Glückwünsche-Mailbox: CENTRO SOCIALE hat den nutzungswettbewerb gewonnen. die beste nachricht seit wochen. (Lomu) ° Hurra! (Sven) ° Ganz Großartig! Freu mich wie’n Schneekönig, ciao (nbo) ° Toll! Gratuliere! Finde ich GUUUUUT!!! (Sally) ° Toll!Toll! die durbahn für ganz bildwechsel !!!­­ ° Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich - und mit mir bestimmt die ganze Moorburgtrassen-Ini (Sonja T.) ° Meinen ganz herzlichen Glück-wunsch ! Das lässt hoffen für alle anderen. Viel Glück. (Christine) ° yeeaahh. centro bleibt! herzlichen glückwunsch (aus dem Gängeviertel) ° Herzlichen Glückwunsch von quartieren ° Juhuuuu und herzliche Glückwünsche an alle wunderbaren Mitwirkenden des Centro Sociale, sagt die Genossin Heike F. ° Jippieh! (Christoph, No BNQ) ° Herzlichen Glückwunsch! Ingrid ° Ja super! Das ist doch mal ‘ne gute Nachricht! B. ° JIPIEEEEEEE!!!!!!!! Ich freue mich riesig, es hätte auch niemals anders kommen dürfen! (Katja) ° Super ! Viel Erfolg. Mattes ° (Telefonjubel!) Alles Gute von den Lesbisch Schwulen Filmtagen! ° Glückwunsch! (Andreas) ° Oh Mann! Hoch Hoch Hoch! (Dörte) ° Cool! Glückwünsche aus England, melde mich nächste Woche, jetzt erst mal feiern! (H.) ° Ich freue mich mit! (Franziska) ° Habs schon gelesen! Super! Komme gleich noch zum Feiern (Steffen) ° Gratulations. Ihr wart echt super. Klasse. Ein rauschendes Fest wünscht Meike ° Großartig, wir freuen uns alle! (Marion, Gängeviertel) ° Auch noch mal per mail die allerherzlichsten Glückwünsche und 1000 Dank für die viele Arbeit und dass wir das Centro nutzen können. Jubel!!! Viele herzliche Grüße, Simone ° YEAH! YEAH! YEAH! Jetzt geht’s weiter!!! H. ° Manche Tage sind wichtige Tage, ohne dass sie es merken, oder es sich anmerken lassen. Da werden wir mal später drüber reden. Jetzt müssen wir erst mal anpacken und loslegen. Ich freue mich für uns. Georg grüßt genossenschaftlich ° Herzlichen Glückwunsch aus St. Georg, LG Gode° Ein großes Hallo aus Eimsbüttel: Ich freue mich über diese tolle Nachricht und danke euch allen für euren Einsatz und wünsche euch viel Kraft und gutes Geschick für die Vertragsverhandlungen! Gaby ° Glückwünsche!!! Claudia ° Liebes Centro, meine herzlichsten Glückwunsche!! René (Ludwigstrasse11) ° Die herzlichsten Glückwünsche aus St. Georg! Micha (Einwohnerverein) ° Herzlichen Glückwunsch an euch, und feiert schön… Schola und Martina aus den Kleingärten ° Super! WIR HABEN EUCH SOOOO DIE DAUMEN GEDRÜCKT!!! viele grüße, Nadine ° Viel Erfolg für die Vertragsverhandlungen wünscht euch Cuba sí Hamburg ° meinen allerherzlichen glückwunsch!!!! Susie ° Jippiiiieh! Herzlichen Glückwunsch! Alles Gute von Susa ° JippiejäiheyJuhuuu (Ute) ° Ich bin so froh und glücklich, dass wir den Zuschlag bekommen haben! (Christiane) ° Liebe Leute vom Centro, super Sache, Riesenerfolg, dass habt Ihr voll verdient für die tolle  Arbeit der letzten Monate!!! Herzliche Grüße, Marc ° … wie erleichtert ich bin,  das es in der sternstraße weitergeht! herzlichen glückwunsch von carolina um die ecke ° JUHUU,  weiter so! Attacke! Herzlichen Glückwunsch aus dem Vorwerkstift! ° Herzlichen Glückwunsch! Well done! Mehr autonome Freiräume! Ich freue mich, dass der erste Schritt geschafft ist und drück die Daumen für weitere. Eine Genossin aus dem Viertel ° centro bleibt - bitte mehr gute nachrichten aus hamburg (spani3r/twitter) ° Herzlichen Glückwunsch - supertoll ! (Sabine) ° Gratuliere freudig! (Martin, Augsburg/ex Blankenese) ° Glückwunsch zum Etappensieg! (Volker und Claudia) ° Yippie, eine dicke Umarmung an Euch und 1000 Dank für Euer heftiges und andauerendes Engagement! (Melanie) °

Darf das Centro bleiben Der Artikel erschien am 5.11. im Eimsbüttler Wochenblatt. Bitte auf den Ausriss klicken, dann kommt die besser lesbare Datei…

UPDATE 2. NOVEMBER: Am kommenden Donnerstag wird die Jury höchstwahrscheinlich entscheiden, wer den Zuschlag für die Sternstr. 2 bekommen soll. Unser Votum ist klar: das Centro Sociale!! Warten bei Kaffee, Wasser und Musik am 5.11. ab 16 Uhr Uhr, Sekt gibts ab sechs oder so… - kommt vorbei! Bereits am 17. Juni war ja eigentlich Wettbewerbsschluss, die für den 11. September angesetzte Jurysitzung wurde allerdings vertagt und zweimal wurden alle Bewerber aufgefordert, weitere Unterlagen einzureichen. Der Untermietvertrag läuft am 31.12.2009 aus. Es wird also Zeit für eine Entscheidung! HERZLICHEN DANK AN ALLE UNTERSTÜTZERINNEN UND UNTERSTÜTZER. IHR SEID SUPER!  + + + 

UPDATE 24. Oktober: Am 23. Oktober haben wir die vom Fachamt angeforderten Informationen über Unterstützung und Kooperationen für die Jury nachgereicht.

UPDATE 15. September: Die für den 11. September angesetzte Juryentscheidung ist vertagt worden, neuer Termin ist unseres Wissens nach der 5. November. Bis zum 23. Oktober können die Bewerber (also Arinet einerseits und das Centro Sociale andererseits) Nachbesserungen liefern, die sich vor allem um den Punkt Kooperation ranken. Für den 30. September laden wir zum Palaver über dieses Thema, mit alsterarbeit haben wir bereits vor Wochen angefangen darüber nachzudenken, welchen Platz Menschen mit Handicap im Centro Sociale bzw in der Genossenschaft haben könnten (auch im Rahmen einer noch auszugestaltenden Beschäftigung). Wer sich genauer für diesen Punkt interessiert, wende sich bitte an den vorstand AT centrosociale.de

UPDATE 28.8. : Im Gästebuch des Haus 73 (Schulterblatt) hat die Pferdestall GmbH ihre letzte Stellungnahme zum Wettbewerb veröffentlicht. Dort ist auch die Mail des Centro an die Pferdestall GmbH vom 7.8. nachzulesen.  

UPDATE 30. JULI: + + + alsterarbeit verzichtet auf Bewerbung um Sternstr. 2 zugunsten des Centro Sociale.

Daumen hoch fürs CentroUPDATE 20. Juli: Eine solidarische Aktion aus dem Viertel ist dies frisch eingerichtete Centro bleibt-Forum.

UPDATE JULI 2009: Im Wettbewerb um die Sternstr. 2 haben sich wie erwartet auch andere Interessenten ins Rennen begeben (da das Centro schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist das Gespräch gesucht hat, ist die Bewerberlage kein Geheimnis: Schulterblatt Kulturhaus 73, Alsterstern/ Stiftung Alsterdorf und der Beschäftigungsträger Arinet). Großen Wellenschlag gab es deshalb in den Gästebüchern vom ‘Kulturhaus 73‘ (die Betreiber haben die Einträge mittlerweile gelöscht) und vom Knust, außerdem haben sympathisierende NachbarInnen ein eigenes Soli-Forum eröffnet. Auch ByteFM meldet sich zu Wort. Weil die Gesellschafter der Pferdestall Kultur GmbH, die das Schulterblatt 73 betreiben, behauptet hatten, ihre Bewerbung sei eine mit dem Centro Sociale abgesprochene solidarische Aktion, hat sich der Genossenschafts-Vorstand im Centro Sociale mit einem Schreiben an die Konkurrenz aus dem Kulturhaus 73 gewandt. 

ZUM HINTERGRUND: Seit Mitte 2008 hat sich das Centro Sociale als autonomer Nachbarschaftstreff in der Sternstr. 2 etabliert. Das Centro ist genossenschaftlich organisiert und bis 31.12. über einen Untermietvertrag abgesichert. Das denkmalgeschützte Backsteinhaus zwischen Karo- und Schanzenviertel gehört der Stadt und wird von der steg verwaltet. Die steg ist ein ehemals städtisches, nun privates Unternehmen und fungiert als Vermieterin des Gebäudes; dabei ist sie mit Eigentümerrechten für die städtische Immobilie ausgestattet. Bereits im Frühsommer 2008 traten Schorsch Hanke und Tina Fritsche, heute Vorstand der “Sozialgenossenschaft St. Pauli Nord und rundrum” / Centro Sociale an den Geschäftsführer der steg, Joachim Rösner, heran mit der Bitte um einen eigenständigen Mietvertrag für die Sternstraße 2, um die Räume nichtkommerziell für die Belange der BewohnerInnen der umliegenden Viertel nutzen zu können. Dies hat Herr Rösner abgelehnt. Den Untermietvertrag (bis 31.12.2009), den das Centro dann mit der Hauptmieterin Lerchenhof eG abschließen konnte, hat die steg genehmigt. Seitdem haben sich immer mehr Menschen in der Genossenschaft zusammengetan, um das Centro Sociale zu stärken. Der Anfang des Jahres beschlossene Wettbewerb ist ein Kompromiss aus den privatwirtschaftlichen Interessen der steg und den unterschiedlichen politischen Interessen der Bezirksfraktionen (Bezirk Mitte): Eine freihändige Vergabe des Gebäudes durch die steg an kommerzielle Nutzer ist durch die öffentliche Aufmerksamkeit erschwert; eine freihändige Vergabe durch den Bezirk an das Centro Sociale ist verhindert durch den Treuhändervertrag zwischen stadt und steg, außerdem gibt es unterschiedlichste politische Interessen bei der Unterstützung bzw Behinderung selbstorganisierter Prozesse im Stadtteil. Derzeit passiert viel hinter den Kulissen und wir sind gespannt auf den Ausgang. 

Wer darf, wer soll? Angeregt durch die SteG - das private Unternehmen, das als Vermieterin mit Eigentümerrechten für die städtische Immobilie fungiert - hat das Fachamt Stadtplanung im Bezirk Mitte einen Projektaufruf veröffentlicht, mit dem ein Nutzungs- und Betreibekonzept für einen  nichtkommerziellen Stadtteiltreff in der Sternstr. 2 ab 2010 gesucht wird. Die steg schreibt auf Ihrer Internetseite: “Der ehemalige Hunde- und Pferdeausspannstall Sternstraße 2 im Hamburger Karolinenviertel soll eine neue Nutzung erhalten. (…) Ziel ist es, hier ab 2010 einen nachbarschaftlichen, nicht kommerziellen Treffpunkt für den Stadtteil St. Pauli langfristig zu entwickeln und zu unterstützen.(Hervorhebungen: centrosociale.de). Für alle, die sich jetzt wundern: Ja, es gibt doch schon das Centro Sociale da! Ja, das ist doch ein nicht-kommerzieller Stadtteiltreff!? Und, ja, trotzdem gibt es diesen Wettbewerb! Oder um es mit der Maus zu sagen: “Komisch? Ist aber so!” Auch in den aktuellen “Quartiersnachrichten” (Hg: steg) ist im Text über die Ausschreibung kein Wort darüber zu lesen, dass sich mit dem Centro Sociale bereits ein selbst verwalteter nicht kommerzieller Nachbarschaftstreff im Haus entwickelt hat.

Die WELT Hamburg hat kurz nach dem Einsendschluss (17.6.) berichtet, dass vier Bewerber ihre Unterlagen eingereicht haben. Aus zahlreichen Gesprächen - auch im Vorfeld -  wissen wir, wer über eine Bewerbung nachgedacht hat und dass sich eine Reihe von Institionen und Projekten aus Solidarität gegen eine Bewerbung entschieden haben, darunter die Projekte SME und Cafe Eins (Stadtteilbezogene milieunahe Erziehungshilfen / Karoviertel), JesusCenter und JobKontor/ das Hausmeisterprojekt Altona.  Nach dem WELT Artikel lässt sich nun an einer Hand abzählen, wer ab 2010 anstelle des Centro Sociale das Haus nutzen will und eine Bewerbung abgegeben hat:

Beworben haben sich das “Kulturhaus Schulterblatt 73“, der “alsterstern” und der Beschäftigungsträger “arinet” >>> Update 30. Juli: alsterarbeit verzichtet auf Bewerbung um Sternstr. 2 zugunsten des Centro Sociale.

Was dagegen? Es haben sich mehrere Initiativen und Einzelpersonen aus dem Viertel gegen einen Wettbewerb ausgesprochen (zum Beispiel das SPSH und Graue Panther Hamburg e.V., siehe unten). Außerdem haben Menschen aus der Nachbarschaft eigene Solidaritätsaktionen gestartet, z.B. Brief an EntscheidungsträgerInnen und Foren bzw Diskussionen im Internet (vielen Dank!).

Eine Auswahl aus den bisherigen Reaktionen aus dem Viertel: Brief der SPSH (Solidarische Psychosoziale Hilfe) an die Politik

Brief der Grauen Panther Hamburg e.V. an die Politik

Brief von Utta Hoffmann (CreaCentro/moma)

(die Liste wird demnächst vervollständigt)

Als Reaktion auf die Flut von AnwohnerInnen-Briefen hat der Leiter des zuständigen Fachamts für Stadtplanung, Michael Mathe, diesen Brief an das Centro Sociale mit der Bitte um Weiterleitung und Veröffentlichung geschickt (was wir hiermit gerne tun).

Zum Wortlaut der Ausschreibung: Hier gibt es den Projektaufruf / Wettbewerbstext  

 …………………………

ARCHIV: Dies hier ist vom Januar/ Februar / März 2009:

Liebe Leute,
das letzte Große Plenum im Januar war mit rund 35 Leuten gut besucht. Hauptthema war neben vielen organisatorischen und inhaltlichen Fragen der Bericht über ein politisches Gespräch, zu dem der Vorstand (Sabrina Glimmann, Georg Hanke, Tina Fritsche)  am 15. Januar 2009 in das Fachamt für Stadtplanung geladen war. Dort waren neben dem Amtsleiter Herrn Mathe und der für das Sanierungsgebiet zuständigen Fachfrau Nicole de Temple als VertreterInnen der Fraktionen in der Bezirksversammlung Mitte anwesend: Ingolf Goritz (GAL), Henriette van Enckevort (SPD) Heinz Raube (CDU) und Bernhard Stietz-Leibnitz (DIE LINKE). Die Vermieterin SteG wurde vertreten durch den Geschäftsführer Hans J. Rösner. Wie Ihr wisst, verwaltet die private Firma SteG -  ausgestattet mit Eigentümerinnenrechten - die städtische Immobilie, in dem das Centro Sociale beheimatet ist. Der Geschäftsführer der SteG forderte in dieser Gesprächsrunde erneut - wie bereits im Sommer 2008 - einen Wettbewerb um die Nutzung des Gebäudes in der Sternstr. 2. Darüber, dass ein funktionierendes, genossenschaftliches Projekt wie das Centro Sociale nach einem überzeugenden Start nicht einen Mietvertrag über das Ende 2009 hinaus bekommen, sondern sich statt dessen an einem Wettbewerb um das Gebäude beteiligen soll, gab es im Mittwochsplenum Unverständnis und großen Unmut. Immerhin beteiligen sich in der Genossenschaft, die das Centro Sociale trägt, mittlerweile weit über 140 Einzelpersonen und Vereine, und es werden wöchentlich mehr. Das Centro Sociale trägt sich zum Teil über Einnahmen über Raumvergabe, vor allem aber durch unbezahltes Engagement und private Zuwendungen. Das Plenum und nahezu alle Veranstaltungen im Haus sind für alle AnwohnerInnen ohne Anmeldung offen und fast immer kostenfrei. Dies und ein immer breiter werdendes selbst organisiertes Angebot, das ausgeht vom Bedürfnis der AnwohnerInnen, sind der beste Beweis für Vielfalt, funktionierende Partizipation, unbändiges Engagement und demokratische Diskussionskultur. Was also soll ein Wettbewerb, lautete die immer wieder gestellte Frage auf dem Plenum des Centro Sociale. Und: Wie ernst meinen SteG und Stadt es mit der so genannten Bürgerbeteiligung? Die Fraktionen werden sich dazu verhalten, wie sie zu einem Wettbewerb stehen und sie ihre Anforderungen daran formulieren.

Freiräume halten!